Von Olivier Masset-Depasse – Belgien 2010 – 95’. Einführung von Katia Sartori. Der Film erzählt die Geschichte der Russin Tania und ihres 13-jährigen Sohnes Ivan, die vor acht Jahren nach Belgien kamen und seither ohne gültige Papiere im Untergrund leben. Bei einer routinemäßigen Polizeikontrolle wird die Frau eines Tages verhaftet. Während ihrem Sohn die Flucht gelingt, kommt Tania in ein geschlossenes Asylantenheim. Nach einem Monat Haft droht ihr die Abschiebung in ihre Heimat und die Gefahr ihren Sohn nie mehr wiederzusehen. Für sie beginnt ein langwieriger Kampf um die eigene Identität und Würde. Im Rahmen der Filmreihe „Blicke auf die Welt. Kino und Interkulturalität“.Für weitere infos clicken Sie auf den Titel
Blicke auf die Welt. Kino und Interkulturalität: Die Filmreihe
Das Kino erzählt seit jeher Geschichten, und diese Geschichten erzählen die Welt: Das, was wir kennen, und das, was wir nicht wissen. Und diese Geschichten werden mithilfe der Menschen transportiert, dieselben Menschen, die heute in einer Anzahl, mit Problematiken und persönlichen Hintergründen, die bis vor kurzem unvorstellbar waren, unser Land und unsere Staaten erreichen, wobei sie die Welt zu denjenigen globalen Dorf machen, wie sie mittlerweile von zahlreichen Analytikern beschrieben wird.
Nach dem Erfolg von „IntegrAzione“ im letzten Jahr fährt Mairania 857 mit diesem Projekt fort, wobei erneut auf die Sprache des Kinos zurückgegriffen wird, um die Einwanderung und neue Kulturen zu thematisieren. Zusammen mit der Trait d`Union und der Stiftung UPAD aus Meran hat Mairania 857 einen Filmzyklus zusammengestellt, der im September und Oktober abgehalten wird.
Um das Verständnis der Filme zu erleichtern, und um in die Vorführung einzuführen, wird jedes Mal eine Person anwesend sein, die aus demselben Land und aus derselben Kultur stammt, von denen der Film erzählt, und die jetzt ihren festen Wohnsitz und ihre Arbeitsstelle in Südtirol hat.